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Schildbürgerhaftes aus Strausberg (4.)

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Wenn das Sozialgesetzbuch wegen 6,50 € seine Blüten treibt .....

(wegen Anonymität wurden die Namen weggelassen)

Vor mir steht eine gestandene Frau mittleren Alters, die in einem persönlichem Gespräch mir entsetzt Ihre Erlebnisse mit der Agentur für Arbeit mitteilt. Da fährt sie mit der S-Bahn zu einigen Stellenanbietern in der Nähe von Strausberg. Nichtsahnend kauft sie sich eine Tageskarte für 6,50 Euro. Schließlich sind da ja mehrere Fahrten zu machen gewesen. Das ist alles noch kein Problem.

Dann legt sie mir ein Formular der Bundesagentur vor und bittet mich doch mal einen Blick darauf zu werfen. Ich glaube es nicht! (siehe beiliegendes Foto!) Mit einem zweiseitigem Anschreiben wird ein 4-seitiges Formular in dreifacher Ausführung per Post (wahrscheinlich 1,45 Euro) an die arbeitssuchende Frau geschickt, um 6,50 Euro Fahrkosten  erstattet zu bekommen, auf Grund der Zusage, dass sie diese von der Agentur zurückerstattet bekäme.

Das erinnert mich an ein postalisches Schreiben (für 0,45€) des Finanzamtes Strausberg, dass eine Steuererstattung in Höhe von 0,12 Euro auf mein Konto überwiesen worden sei, das erinnert mich daran, wie man 120.000 Euro Fördermittel (unsere Steuern bitteschön) dafür verwendet, dass Mohrrüben nicht rot sondern in gelb gezüchtet werden, das erinnert mich daran, dass 150.000 Euro das Bundesinnenministerium für 606 energieeffiziente neue Bildschirme ausgegeben hat, wo die Anschaffung mit einer jährlichen Stromersparnis von 2500 Euro begründet wird, aber sich erst in 60 Jahren amortisieren .... haben wir Steuerzahler „´n Ei auf dem Kopp“, steht auf meiner Stirn „Idiot“ geschrieben? Müssen wir uns so etwas bieten lassen?

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